Ins Leben gerufen und geplant wurde das ESOF von einer kleinen kreativen Gruppe ehemaliger und aktiver Mitglieder des Universitair Symfonisch Orkest der KU Leuven. Das Festival versteht sich als Treffpunkt für Studierende, die in einem anregenden Umfeld die Qualität ihres Ensembles und die kulturelle Ausstrahlung ihrer Hochschule fördern möchten. Das ESOF und das European Network of University Orchestras (ENUO) sind derzeit die einzigen Akteure, die an einer europäischen Initiative zur internationalen Vernetzung von Universitätsorchestern arbeiten. Universitätsorchester stellen ein weitgehend ungenutztes Potenzial innerhalb der europäischen Kulturlandschaft dar. Die Organisation von Konzerten im Ausland ist für die Ensembles nicht selbstverständlich. Es gibt Dutzende Studierendenorchester aus Universitätsstädten in ganz Europa, viele davon sind noch nie im Ausland aufgetreten. Das European Student Orchestra Festival wurde gegründet, um diesem Bedarf an kultureller Zusammenarbeit und Austausch zwischen europäischen Universitätsorchestern gerecht zu werden. „Wir sind davon überzeugt, dass die Organisation eines europäischen Festivals und die Netzwerkinitiativen eine ideale Plattform dafür bilden“, unterstreicht Pieter Lembrechts vom Leuvener ESOF-Team. „Neben Politik und Wirtschaft spielt die Kulturdiplomatie eine wichtige Rolle in länderübergreifenden Beziehungen.“ Das Projekt, das von 2018 bis 2021 von der Europäischen Union gefördert wurde, möchte einen europäischen Raum für Universitätsorchester schaffen – einen Ort, an dem Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft für Musik zusammenkommen.
Das „JuSi“ aus Münster beim European Student Orchestra Festival (ESOF)
Zehn Sinfonieorchester in vier Tagen, und das Junge Sinfonieorchester an der Universität Münster war beim European Student Orchestra Festival (ESOF) im belgischen Leuven eins davon. Gemeinsam mit acht anderen Uni-Orchestern aus ganz Europa und einem Projektorchester nutzten die 65 Münsteraner Musiker zu Beginn des Sommersemesters die Gelegenheit, Konzerte zu geben und zu hören und internationale Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen.
An jedem Abend des Festivals war in öffentlichen Konzerten reichlich sinfonische Musik zu hören, darunter Schostakowitsch 5, Tschaikowski 4, Schuberts „Unvollendete“, die Enigma-Variationen von Edward Elgar sowie die Weltpremiere einer eigens für das Festival komponierten Ouvertüre von Jüri-Ruut Kangur. Das Junge Sinfonieorchester Münster unter der Leitung von Bastian Heymel spielte Robert Schumanns „Rheinische“ Sinfonie aus dem Konzertprogramm „(K)EINE.HEIMAT.KLANG“. Zum ersten Mal trat am selben Abend zudem das neu gegründete Festivalorchester mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Italienischer“ Sinfonie auf, in dem auch sieben Mitglieder des Jungen Sinfonieorchesters Münster mitspielten.
Ziel des Festivals ist es, Universitätsorchester aus ganz Europa zusammenzubringen. Neben der Gelegenheit, eigene Konzertprogramme aufzuführen und die Konzerte der jeweils anderen Orchester zu hören, stehen das gegenseitige Kennenlernen und der internationale Austausch der Mitglieder, Orchestervorstände und Dirigenten im Mittelpunkt. Das Junge Sinfonieorchester hat bereits zum zweiten Mal an dem Festival teilgenommen. Die Musiker aus Münster freuten sich daher umso mehr, die bestehenden Kontakte vom ESOF 2015 mit dem gastgebenden Orchester der KU Leuven sowie dem University of Copenhagen Symphony Orchestra (SymfUni), dem Amsterdamer Sweelinckorkest und dem Orchestre Universitaire de Strasbourg zu vertiefen und darüber hinaus Musiker des Leipziger Universitätsorchesters, des UCD Symphony Orchestra aus Dublin, des Tallinn University Symphony Orchestra und des Akademischen Orchesters Freiburg kennenzulernen.
Sieben Orchester aus sechs verschiedenen Nationen: Das Junge Sinfonieorchester an der Universität Münster (JuSi), unter der musikalischen Leitung von Bastian Heymel, hatte am letzten Aprilwochenende die Gelegenheit, an einem europäischen Orchestertreffen teilzunehmen. Bei dem European Student Orchestra Festival (ESOF) im belgischen Leuven, das vom 23. bis zum 26. April 2015 stattfand, standen der musikalische, aber auch der persönliche Austausch der Teilnehmer im Vordergrund. Grundlegendes Ziel sollte es sein, dauerhafte Verbindungen über Ländergrenzen hinweg zwischen studentischen Orchestern zu knüpfen, die alle dieselbe Faszination eint, die Musik.
Ins Leben gerufen und geplant wurde das ESOF von einer kleinen kreativen Gruppe ehemaliger und aktiver Mitglieder des Sinfonieorchesters der Universität Leuven. Die Gäste aus Münster zeigten sich beeindruckt von der charmanten und zugleich sehr professionellen Organisation. So bot sich im Programm des Festivals neben den Konzerten noch die Gelegenheit, andere europäische Studenten und die Leuvener Altstadt kennen zu lernen.
Das gastgebende Leuvener Orchester ließ es sich zu Beginn des Festivals am 23.4. nicht nehmen, das Auftaktkonzert zu spielen. Mit einer sehr guten Darbietung stimmten sie die teilnehmenden Musiker auf das Festival ein. Auch an den folgenden beiden Konzertabenden war die Atmosphäre erfüllt von aufrichtiger Neugierde und Verbundenheit, aber auch von dem Ansporn, dem fachkompetenten Publikum ein sehr gutes Konzert zu liefern. Angereiste Orchester aus Straßburg, Amsterdam, Kopenhagen und Genf, sowie das Studentenorchester aus Münster begeisterten mit spannenden und stimmungsvollen Auftritten.
Das Junge Sinfonieorchester Münster trat am letzten Konzertabend auf und bereicherte den Abend mit einem anspruchsvollen Programm, bestehend aus dem Zweiten Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow und der Zweiten Sinfonie von Jean Sibelius. Als Solist trat der ARD Preisträger Chi Ho Han auf und bot, getragen und begleitet von den Jungen Sinfonikern aus Münster, eine beeindruckende Interpretation dar. Die Sinfonie des finnischen Komponisten Sibelius fand großen Anklang beim Publikum und das Orchester wurde dafür mit Applaus und Standing Ovations belohnt.
Die Teilnahme an dem Festival war für das Junge Sinfonieorchester aus Münster eine große Ehre und Bereicherung und ist verbunden mit dem Wunsch, die dort gewonnenen Kontakte zu den anderen Orchestern in Zukunft zu pflegen und auszubauen.